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Alles über Licht

Lichtquellen

Ursprünglich stand dem Menschen nur eine Lichtquelle zur Verfügung und das war die Sonne. Erst vor etwa 400.000 Jahren wurde das Feuer als künstliche Lichtquelle entdeckt und es ist noch nicht so lange her als Kienspan, Fackel, Öllampe, Kerze und Gaslicht der künstlichen Beleuchtung dienten.
1802 erzeugte der Franzose Robertson den ersten elektrischen Lichtbogen.
1854 erfand der Deutsche Heinrich Goebel die erste Glühlampe.
25 Jahre später, 1879 erfand Thomas Edison die Glühlampe quasi ein zweites Mal. Edison systematisierte die Entwicklung, Produktion u. Vermarktung u. brachte die Glühbirne zur Serienproduktion, deshalb wird er als Vater der elektrischen Beleuchtung bezeichnet.

Alle diese Lichtquellen haben zwei Gemeinsamkeiten:
1.Sie liefern Helligkeit, die unser Auge für die Sehfunktion benötigt. Ohne Helligkeit können wir Dinge, die uns umgeben, nicht sehen.
2. Sie liefern Wärme, die unser Organismus benötigt, um die optimale Körpertemperatur zu erhalten.

Außer diesen zwei Gemeinsamkeiten haben Lichtquellen noch mehr zu bieten, sie liefern Licht-Information. Der Inhalt der Licht-Information steht als Farbspektrum zur Verfügung, das bei uns Menschen, genauso wie bei Tieren und Pflanzen, entsprechend dem Farbspektrum psychische und körperliche Wirkungen bzw. Reaktionen auslöst.

Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Farbspektrum

Die Lichtfarbe ist der Farbeindruck, den das Auge vom Licht des entsprechenden Leuchtmittels empfindet. Die Lichtfarbe wird im wesentlichen durch die Farbtemperatur „Kelvin“ bestimmt. Durch herstellungstechnische Maßnahmen kann das Farbspektrum, trotz gleicher Farbtemperatur sehr unterschiedlich sein. Die Art der Farbwiedergabe (Eigenschaften einer Lichtquelle) werden durch den Farbwiedergabe Index (Ra) ausgedrückt.
Ideal ist, wenn eine Lichtquelle die Gegenstände in Ihren Farben so wiedergibt, wie es bei natürlichem Tageslicht der Fall ist. Doch je nach Anwendungsfall ist es möglich, bestimmte Farben von Gegenständen hervorzuheben und anderer zu unterdrücken.

Bezüglich des Farbspektrums unterscheiden sich die verschiedenen Lichtquellen erheblich, entsprechend unterschiedlich ist auch ihre Wirkung auf unserer Lebensqualität (Wohlbefinden).


Künstliche Beleuchtung

Wenn ein Raum mit Leuchten ausgestattet wird, soll nicht nur auf Qualität und Anzahl der erforderlichen Leuchtmittel, hinsichtlich Beleuchtungsstärke Rücksicht genommen werden, sondern auch Farbtemperatur, Farbwiedergabe und Farbspektrum bedacht werden, im Interesse der Zusammenhänge zwischen Licht und Gesundheit.
Sehen ist der wichtigste und in unserer modernen Arbeitswelt am stärksten belastete Sinneskanal. Der richtigen Gestaltung der Beleuchtung in unterschiedlichen Arbeitsräumen kommt daher eine besondere Bedeutung zu.
Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen haben gezeigt, dass Wohlbefinden eng mit der Beleuchtung zusammenhängt.
Im Wohnbereich kann Licht Stimmung zaubern, falsch eingesetzt aber auch die Atmosphäre nehmen.

Ein laborhell ausgeleuchtetes Wohnzimmer?

Optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz verhindert Arbeitsunfälle, verringert die Fehlerqouten, erhöht Qualität und Produktivität – motivierte und psychisch leistungsfähige Mitarbeiter.


Nach Art der Lichtquellen können fast alle in drei Gruppen eingeteilt werden.


Glühlampen

Alle Glühlampen erzeugen Licht durch Temperaturstrahlung.

-In Glühlampen bringt elektrischer Strom einen gewendelten Wolframdraht (Einfach-oder Doppelwendel) zum Glühen, der in einem luftleeren oder mit Stickstoff bzw. Edelgas gefüllten Glaskolben untergebracht ist.
-Halogen-Glühlampen sind mit Halogenverbindungen gefüllt, die im „Halogenkreisprozess“ für die ständige Reaktivierung verdampfter Wolfram-Teilchen sorgen.
- Niedervolt-Halogen-Glühlampen werden mit vorgeschaltetem Transformator betrieben.


Entladungslampen

Eine elektrische Entladung bringt ionisierte Gase oder Metalldampf in Bewegung, die daraufhin direkt abstrahlen oder UV-Strahlung erzeugen, die von Leuchtstoffen auf der Innenseite des Glaskolbens in Licht umgewandelt wird. Die Gasentladung findet entweder bei niedrigem Druck (Niederdruck- Entladung) oder bei hohem Betriebsdruck (Hochdruck-Entladung) statt.
Entladungslampen brauchen Betriebsgeräte:
Starter und Kondensatoren oder Zündgeräte schaffen hohe Spannungs-und Energieimpulse, um die Gase oder Metalldämpfe zu ionisieren und die Lampe zu starten.


Zur Gruppe der Niederdruck-Entladungslampen gehören

- Leuchtstofflampen
- Energiespar- und Kompaktleuchtstofflampen
- Natriumdampf-Niederdrucklampen


Zur Gruppe der Hochdruck-Entladungslampen gehören

- Quecksilberdampf-Hochdrucklampen
- Halogen-Metalldampflampen
- Natriumdampf-Hochdrucklampen

 
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